Stress mit dem Internetanbieter
… tja, da lebt man im 21. Jahrhundert und denkt, es gäbe nichts schnelleres, nichts besseres und vor allem nichts einfacheres als das Internet. Ich bin mir sicher, dass das in den meisten Fällen auch so zutrifft. Und so weit es mich betrifft, stimme ich den ersten beiden Punkten zu, bei dem letzten Punkt, dass es nichts einfacheres gibt, muss ich leider sagen: DENKSTE … !
Vor etwa drei Monaten ging es los … mit dem Internetterror (oder wie auch immer man das nennen möchte). Und hier an dieser Stelle, möchte ich einfach mal meine ‘Leidensgeschichte’ erzählen, auf der einen Seite, um meinen Frust und meinen Ärger ein wenig abzubauen und auf der anderen Seite vielleicht auch als Hilfe für andere … bei der Entscheidung welchen Internetanbieter man am besten wählen sollte.
Aber ich sollte wohl mal vorne anfangen …
Wie bereits erwähnt, fing es vor etwa drei Monaten (+/- zwei Wochen, eher +) an. Damals gab es hier einen großen Internetzusammenbruch. Daraufhin rief ich bei der kostenlosen Hotline der Versatel an (yeah, immerhin haben sie eine kostenlose Hotline). Zu dem Zeitpunkt muss ich sagen, dass ich noch relativ begeistert war von dem Service. Ich meine, ja natürlich, da es ja außerhalb der Geschäftszeiten war, hatte ich natürlich eine Bandstimme dran, aber nach einigen Formalitäten hat mir diese nette (mittlerweile kann ich sie nicht mehr hören und ich kann ihren Ansagetext auswendig) Stimme berichtet, dass eine Großstörung in unserem Bereich vorläge, dass die Techniker daran arbeiteten und dass sie mir gerne eine SMS schicken würden, sobald das Problem behoben wäre. SUPER! Es hat mich zwar ein wenig geärgert, dass das Internet für so lange Zeit ausfiel, aber gut … Tja, nachdem ich die besagte SMS bekommen hatte, dachte ich natürlich (dumm und naiv wie ich scheinbar bin), dass alles wieder in Ordnung sei. JA SICHER
… falsch gedacht.
Seit diesem Ausfall ging es ständig weiter, Internet lief, Internet war tot, Internet lief, Internet war tot und ich könnte ewig so weitermachen. Klar, manchmal war das Internet sogar mal für eine Woche ununterbrochen da, aber dann war es auch für etwa 12-24 Stunden immer wieder weg.
Wenn diese Firma keine kostenlose Hotline hätte, dann hätte ich mich auch noch pleite telefoniert. Aber kostenlos oder nicht, es ist auf keinen Fall nervenschonend, sich Tag ein und Tag aus mit diesen netten Mitarbeitern von der Technik oder wo auch immer her, auseinanderzusetzen.
Wenn ich behaupte, ich habe 10 Mal bei diesem Verein angerufen, dann ist das wohl noch untertrieben und dann habe ich auch weiß Gott nicht jedes Mal angerufen, wenn das Internet weg war, denn a) hätten die Versatel-Mitarbeiter keine Zeit mehr für andere Anrufer, b) war es sehr häufig außerhalb der Geschäftszeiten, und mann, diese Anrufbeantwortertante kann einem nach dem 20. Mal wirklich auf den S*** gehen und c) irgendwann resigniert man irgendwie auch!!
Also, am Anfang wollten die freundlichen Herren es auf meine Kabel schieben, sie seien zu lang oder nicht die originalen von der Versatel … und ganz ehrlich, das ist bollocks! Dann hieß es: Oh ja, wir können sehen, dass ihr router immer mal wieder abgestürzt ist, oh ja oh ja, und was macht man in solchen Fällen?? Vielleicht versuchen, seiner Kundschaft zu helfen? Ja vielleicht normalerweise, nicht aber hier, nein, in diesem Falle ist die Kundschaft schuld.
Fairerweise muss ich ja sagen, ich habe sehr häufig ganz nette Menschen am anderen Ende der Leitung gehabt. Beim letzten Mal, als ich dort angerufen habe (vor etwa drei Wochen), hat der Mann allerdings den Vogel wirklich abgeschossen. Ich musste mich wirklich arg zusammenreißen, dass ich nicht am Telefon in Tränen ausbreche (das hatte ich vorher bei meinen Eltern erledigt), denn ich hatte es einfach satt und es hat mir wirklich die letzten Nerven geraubt. Denn nicht nur bin ich ja momentan mitten in der Examensvorbereitung (und erst wenn das Internet mal so häufig und so lange tot ist wie bei mir, werdet ihr wissen, was für ein Geschenk das Internet für Examen sein kann), nein, ich bezahle auch 50€ im Monat für diesen Internetanschluss (bei dem das Internet kommt und geht, wie zur Zeit die Sonne in Freiburg - meistens glänzt auch sie mit Abwesenheit) …
ARGH, man merkt diesem Eintrag sicher an, dass es mir grad sehr schwerfällt, ruhig zu bleiben.
Also, wo war ich? Genau, bei diesem wundervoll … unfreundlichen Mitarbeiter. Da hat der doch echt die Nerven zu sagen, dass ja noch eine alte Störungsmeldung ausstehe (ach, ihr kriegt ja auch eure Är**** nicht hoch, um das Problem mal zu beheben) und dass ich Geduld haben müsse. Die Technik arbeite dran. Auf meine zaghafte Anfrage, wie lange das denn wohl noch dauern werde: “Das weiß ich nicht, vielleicht einen Tag, eine Woche oder einen Monat - Sie müssen Geduld haben!” Boah, wenn ich auch nur einen Funken Geduld für diesen Sauhaufen hätte aufbringen können, dann war der damit erloschen!!
Ja, mittlerweile habe ich resigniert, aufgegeben und obwohl das Internet auch weiterhin noch fleißig stirbt, werde ich da nicht mehr anrufen, das muss ich mir wirklich nicht mehr geben. Vor einigen Wochen, als ich mich bei Freunden (die auch noch in dem gleichen Haus wohnen und, ooops dumm gelaufen, auch den gleichen Internetanbieter haben) mal drüber ausheulen musste, da erfuhr ich, dass es ihnen genauso geht und dass sie auch früher schon ganz ganz furchtbare Probleme mit der Versatel haben (und glaubt mir, wirklich ganz argen Ärger).
Also, was soll man denn dabei noch machen?
Ich bin nun heute bei der Bank gewesen und was musste ich da sehen? Die Versatel hat wie gewohnt die monatlichen 50€ eingezogen hat, da hätte ich echt einen Tanz hinlegen können, mitten in der Bank und laut schreien!
Nein, es hat sich nie jemand bei mir (und vermutlich noch sehr vielen anderen armen Benutzern) entschuldigt, kein ‘Es tut uns leid’, nichts, geschweige denn, dass sie Geld erstatten würden. Nein, ich muss brav 50€ bezahlen für was? Für etwa 20 Tage im Monat, an denen das Internet mal funktioniert? Für all den Ärger, den ich habe oder vielleicht für die Nerven und die Tränen, die es mich kostet?
Ja, nun überlege ich natürlich, was man machen kann, denn scheinbar ist diese INTERNET-Firma nicht nur nicht in der Lage, ihre Kunden mit dem INTERNET auszustatten, nein, sie haben auch keinen Kurs in Freundlichkeit dem Kunden gegenüber gehabt. Aber, mal ehrlich, was kann man denn bei so etwas machen?? Der kleine Bürger kann scheinbar nichts dabei machen, außer tatenlos zusehen zu müssen, wie man gnadenlos ausgenommen wird. Ich habe überlegt, das Geld zurückzuhalten, ich weiß allerdings, dass ich dann in einem noch unfreundlicheren Ton (ist das überhaupt noch möglich) von der Versatel hören werde. Ein Freund von mir (der aus diesem Haus) hat mir geraten, nichts ohne meinen Anwalt zu machen. Meinen Anwalt? Ich bin Studentin, mitten im Examensstress, ich arbeite auf 400€ Basis, um mein Leben zu finanzieren (und glaubt mir, dann sind 50€ für ein Internet, das in den seltensten Fällen mal da ist, wirklich zu viel!! Und sowieso, hat man nicht eigentlich immer ein Recht drauf, egal wieviel man zahlt?!?), wie sollte ich mir einen Anwalt leisten können, und dann vor allem aus einem so banalen Grund wie das Internet?? Wie tief kann man als Firma eigentlich sinken? :S
Der blöde kleine Kunde kann ja eh nichts ausrichten, huh?! Vielleicht habt ihr recht in meinem Falle und vermutlich auch bezüglich all der armen Kunden, die dummerweise das gleiche Problem haben, aber wenn es nur einem einzigen Menschen helfen kann und überzeugen wird, die Wahl des Internetanbieters noch einmal ganz genau zu überdenken und eine kluge Entscheidung zu treffen, dann war dieser Artikel schon mehr als wertvoll!!


18 April 2008 at 1:54 PM
Nicely put. Hopefully they’ll get their act together soon and start providing a decent service again. Else we’ll just have to look for another provider for when the contract runs out.