Urlaub in Osteuropa: Erholung oder Abenteuer? Part II - Krakau/Polen
Nun bin ich also zurück
! Ohne lange rumzulabern, möchte ich eigentlich stattdessen lieber direkt zu unserem tollen Urlaub zurückkommen.
Das erste, was wir auf unserem Weg nach Polen erlebten, war die Busfahrt von Riga nach Warschau. Diese Fahrt kam uns doch schon relativ abenteuerlich vor, obwohl ich zugeben muß, dass ich nach Felix’ Erzählungen doch sogar noch Schlimmeres erwartet hatte. Wie auch immer, unser Bus verließ Riga also abends um 22 Uhr und sollte um 9 Uhr am Morgen des nächsten Tages in Warschau ankommen (polnischer Zeit, die gleich deutscher Zeit ist). Das heißt also wir hatten mehr als genug Zeit, die wir im Bus zu verbringen hatten. Wir waren echt sehr froh, als der Bus endlich - mit einigen Minuten Verspätungen - in Riga ankam und wir unser Gepäck in die Tiefen des Fahrzeugs schmeißen konnten
. Naja, wir sind also in den Bus eingestiegen und das Ganze haben wir durch die hintere Tür des Busses gemacht, um uns auch ja noch zwei schöne Plätze zu sichern…irgendwann ist uns dann allerdings aufgefallen, dass alle anderen vorne einsteigen und uns sprang durch den Kopf, dass der Grund dafür sein könnte, dass man dort seine Karte vorzeigen musste, damit der Fahrer weiß, dass wir an Bord sind, ooops. Mutig wie er ja nunmal ist, ist Felix also mit unseren Karten zum Fahrer gegangen, glücklicherweise war dieser nicht allzu sauer auf uns - puh
! Wir hatten allerdings wirklich Glück, dass die Busfahrt über Nacht ging, denn auf der einen Seite haben wir somit nicht allzu viel Zeit verloren und auf der anderen Seite konnten wir uns eine Mütze voll Schlaf zu genehmigen ohne extra dafür bezahlen zu müssen, während uns der Bus quer durch Osteuropa schaukelte. Überraschenderweise hatte ich fast gar keine Probleme damit, im Bus zu schlafen…naja, ich hatte ja auch die beste Schulter der Welt an die ich mich anlehnen konnte
! Außerdem war der Bus voll mit allerhand recht komischen Leuten und somit hatten wir also auch echt genug Möglichkeiten, uns über andere lustig zu machen
!
Naja, nach zwei äußerst interessanten Grenzkontrollen (Litauen und Polen) kamen wir dann pünktlich in Warschau an und alles, was wir noch zu tun hatten, für den Moment, war, zum Bahnhof zu kommen. Wir sind also aus dem Bus ausgestiegen…wir haben zwar beide den Zug an uns vorbeifahren sehen, aber…und sind frohen Mutes aus dem Busbahnhof um ein Taxi zu finden. Also, über zu wenige Taxen konnten wir uns da wirklich nicht beklagen und einer der Fahrer versuchte uns dann auch sofort mehr oder weniger in seinen Wagen zu ‘ziehen’. Felix, in seinem fließenden Polnisch (sorry
), hat mit ihm gesprochen um rauszufinden, wieviel uns eine Fahrt zum Bahnhof kosten würde (und ich habe im wahrsten Sinne des Wortes nur ‘Bahnhof’ verstanden). Naja, scheinbar haben die beiden sich einigen können und scheinbar hielt Felix den Preis für angebracht/fair. Also: Wir ab ins Taxi! Wir erreichten den Bahnhof dann auch schon nach etwa drei Minuten (die Strecke hätten wir auch wirklich laufen können
) und was mussten wir bezahlen?! 60 Zlotys
! Das war wirklich ein super Start in unseren ersten Tag in Polen…Felix war angepisst, weil der Taxifahrer uns derart ausgenommen und besch*** hat und ich war hundemüde (und vielleicht auch ein bißchen angepisst?!) etc. Wie auch immer, wir sind also in den Bahnhof, schon mit unserer nächsten ‘Mission’ im Kopf: Wie und wo kriegen wir ein Ticket nach Krakau?! Ja ja, das war leichter gesagt als getan! Wir fanden zwar auf Anhieb eine ganze Reihe Ticketschalter, aber es war echt nicht leicht herauszukriegen, welcher der richtige für uns war. Anscheinend waren einige nur für Schnellzüge und andere waren nur für Bummelzüge…oder wie oder was? Mir brummte auf jeden Fall schon der Schädel! Ich hatte - und habe auch immer noch - keine Ahnung! Naja, nach einiger Zeit war ich so angepisst, dass ich von Felix einfach verlangt habe, dass er irgendjemanden fragt und zu dem Zeitpunkt war mir auch schon völlig egal wen! Daraufhin ist er also, mutig wie er ist, an einen so’nen Schalter gegangen und hat die Frau auf Polnisch nach einem Ticket nach Krakau gefragt! Ich war echt super beeindruckt…es wirkte total so, als ob Felix ganz genau wüßte, was er da tat…und ich bin mir sicher, er hatte die besten Absichten, aber irgendwann ging irgendwie irgendwas schief. Wir bekamen zwar Tickets, aber ganz sicher nicht die, die ich mir vorgestellt hatte. Ich weiß immer noch nicht so recht warum, aber scheinbar wollte Felix nicht den früheren Zug nehmen, also kaufte er uns Tickets für einen Zug um 12.30 Uhr was für uns so viel bedeutete wie… a) 3 Stunden Wartezeit, b) eine Zugfahrt von etwa 5,5, Stunden und c) wir würden zu spät zu unserer Verabredung mit dem Besitzer der Ferienwohnung in Krakau kommen… super, ich war in der bestmöglichen Laune und ich glaube, Felix ging es nicht wesentlich besser! Vor uns lag also Polens Hauptstadt, mehr oder weniger genügend Zeit, sie jedenfalls teilweise zu erkunden aber relativ wenig polnisches Geld und eine Laune…naja, über die sollten wir gar nicht erst reden
! Glücklicherweise war das sehr schöne und höchst interessante Gebäude ‘Palast der Kultur und Wissenschaft’ (ist das wirklich die deutsche Übersetzung??) nur um die Ecke. Also sind wir losgezogen mit unserem ganzen Gepäck, um mal einen Blick draufzuwerfen und den Vermieter unseres Appartements anzurufen (cool, ich hasse es, unbekannte Leute anzurufen, aber unbekannte Leute in einem fremden Land macht die ganze Sache natürlich gleich viel besser). Ja, ich muss wirklich zugeben, dass ich mich um einiges besser entspannen konnte, nachdem der Typ uns erzählt hatte, dass unsere Verspätung kein Problem wäre und wir uns auch später treffen könnten. Also haben wir uns auf eine Bank in dem Park vor dem riesigen Gebäude gesetzt und unsere Wunden geleckt
! Im Nachhinein kommt es mir fast wie ein Wunder vor, dass nichts Schlimmeres passiert ist - wir haben immerhin noch miteinander gesprochen, wir waren nur ein wenig müde und hungrig und und und. Nach einiger Zeit beschlossen wir dann, es wäre höchste Zeit für einen Kaffee. Die Welt sah wirklich schon viel besser aus nach dem Kaffee und der SMS unseres Vermieters. Schlußendlich sind wir also mit einer wesentlich besseren Laune in unseren Zug eingestiegen und es ging ab nach Krakau.
Über die Zugfahrt gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen…sie war ziemmlich lang…naja, auf jeden Fall länger als ich es erwartet hätte, aber ansonsten gibt es wirklich nichts erwähnenswertes außer vielleicht einer Sache: Wir sind an unserem Busbahnhof vorbei gefahren, es gab einen Stop direkt dort, wo wir mit dem Bus angekommen waren
. Wir kamen dem Zeitplan entsprechend in Polens Kulturhauptstadt an und entschlossen uns, direkt die Touristeninfo aufzusuchen (glücklicherweise es gab es einen Stand direkt im Bahnhof), um nachzufragen, wo wir hin müssen. Und dieses Mal hatten wir das Glück wirklich auf unserer Seite, die Straße, wo unsere Ferienwohnung war, war sowohl sehr dicht am Bahnhof als auch an der Altstadt. Okay dokay, also endlich mal wieder ein Spaziergang (mit Gepäck)
! Und es erwartete uns sogar noch mehr Glück: Wir kamen pünktlich zu der Straße, in der ‘unsere’ Wohnung sein sollte und irgendwie war alles ein bißchen verwirrend. Auf meiner Buchungsbestätigung stand, dass die Hausnummer 48 wäre, tatsächlich gab es allerdings Nummer 48, 48a, b und c und wir dachten (Westeuropäisch wie wir halt sind…
), wenn es auf der Bestätigung heißt Nummer 48, dann meint es auch 48. Einige Minuten nach 19 Uhr kamen die Nachbar aus ihrem Häuschen und fragten uns, auf was wir warten würden (auf unseren Koffern sitzend)…es war total witzig, sie sprachen uns auf Englisch an und nach einiger Zeit fragten sie, ob wir beide Englisch wären. Ich sagte nein und dass ich Deutsch wäre und, schwuppdiwupp, sprachen sie mit mir im perfekten deutsch! Obwohl uns das auch schon mit zwei älteren Frauen in Warschau passiert war, war ich doch sehr überrascht und glücklich, dass sie scheinbar überhaupt nicht mehr böse sind auf uns deutschen oder die deutsch-polnische Geschichte
! Und dank dieser wahnsinnig netten Leute fanden wir dann auch raus, dass wir doch vor dem falschen Haus standen…es war halt doch 48c!
Also trafen wir uns mit einem sehr netten jungen Mann, der auch ein sehr beeindruckendes Deutsch sprach…natürlich habe ich alles mit ihm geregelt - auf deutsch - während er uns durch die Wohnung führte und uns alles erklärte. Alle paar Minuten schaute er immer mal wieder neugierig zu Felix rüber und wartete scheinbar auf seine Meinung…und das war ganz sicher einer der besten Momente für mich (denn Felix verstand natürlich nur Bahnhof)…aber nichtsdestotrotz hat er sich gut geschlagen: Lächeln und nicken, lächeln und nicken
! Die Ferienwohnung war wirklich mehr oder weniger ein voller Erfolg, wir hatten sogar einen Balkon
. Da es schon relativ spät war, haben wir nur noch unsere Sachen ausgepackt und sind wieder zurück zum Bahnhof geschlendert um etwas zu essen. Als wir dann zurückkamen in ‘unser’ Appartement, sind wir nur noch ins Bett gefallen, ziemlich glücklich und zufrieden mit unserem Leben…!
Auch über die folgenden zwei Tage gibt es eigentlich nicht wahnsinnig viel zu berichten, da wir einfach ‘nur’ durch die Altstadt Krakaus gelaufen sind. Das war wirklich super interessant und, nach der leichten Enttäuschung in Riga, einfach nur schön. Die Altstadt Krakaus ist wirklich unbeschreiblich schön und auch sehr günstig
! Also sind wir gelaufen, gelaufen und gelaufen, haben wunderschöne Gebäude gesehen, haben viel lody gekauft und ich habe es mir natürlich auch nicht nehmen lassen einige piwu zu trinken (Eis und Bier - einige der wenigen, aber vermutlich wichtigsten Wörter, die ich gelernt habe
). Am Dienstag haben wir dann das Schloß Wawel besichtigt, auch dies war wirklich sehr schön und beeindruckend, aber vermutlich ist es besser, wenn ihr einfach einen Blick auf die Fotos werft…die geben euch vielleicht einen wesentlich besseren Eindruck von allen Dingen, die wir in der Altstadt gesehen haben.
Am Anfang hatten wir es eigentlich so geplant (oder besser gesagt, ich hatte es geplant), dass wir uns ein bißchen was essbares kaufen, da wir ja nun kein Frühstück mehr bekamen, aber wir haben dann doch sehr schnell eingesehen, dass es leicht bezahlbar war, in der Stadt zu essen - es sind wirklich fast lächerliche Preise. Wir hatten wirklich jeden Tag eine heiße Mahlzeit und im Laufe des Tages dann auch noch immer ein paar Kleinigkeiten. Der Montag war dann leider ziemlich kurz, da wir die meiste Zeit des Tages damit verbracht haben, sauer aufeinander zu sein. Wie auch immer, ich glaube nicht, dass ich das hier ausführen sollte, es war wirklich überhaupt nicht witzig und vermutlich auch nicht von irgendeinem öffentlichen Interesse…
.
Der Dienstag auf der anderen Seite war dann allerdings vermutlich der beste Tag, den wir in Polen verbracht haben…Wir sind ab in den Bus und sind nach Auschwitz/Birkenau gefahren und haben uns dort das KZ angeschaut. Ich denke, es gibt wohl fast niemanden, für den das nicht hochinteressant wäre, aber ich muss ganz ehrlich sagen, für mich war es auch sehr bewegend. Die Busverbindung zwischen Krakau und Auschwitz ist ziemlich gut und auch relativ günstig (wir mussten 7Zl pro Tour, pro 70km bezahlen). Wir kamen so gegen Mittag in Auschwitz an, leider allerdings mit ungefähr einer Million anderer Besucher…
! Das Museum kostet nichts und man kann es sich entweder alleine anschauen oder sich einer geführten Gruppe anschließen (die auch kostenlos waren). Wir entschieden uns für die erste Option, denn wir wollten nicht zu einem riesigen Rudel Touristen gehören
und außerdem wollten wir selbst entscheiden, was wir uns anschauen und für wie lange. Es würde vermutlich diesen Eintrag sprengen, wenn ich nun über alles berichten würde, was es dort zu sehen gab, aber trotzdem möchte ich ganz gerne ein bißchen mehr über Auschwitz schreiben, da es ja doch eine große Sache im Gedächtnis der Leute darstellt und ich möchte gerne versuchen, ein wenig über meine Gefühle schreiben (wie ich es ja auch im letzten Eintrag versprochen habe).
Auschwitz/Birkenau: Naja, wie ich ja vorher schon gesagt habe: Es waren wahnsinnig viele andere Touristen dort. Auf der einen Seite haben wir das als ein bißchen unglücklich empfunden, da es doch ein wenig die Atmosphäre des Ortes zerstört hat, aber auf der anderen Seite…dieser Ort existiert wegen der Besucher…und wenn wir uns dieses Museum ansehen dürfen, so dürfen es wohl auch andere
! Es gab Ausstellungen zu vielen Themen aber viele waren sich doch sehr ähnlich. Leider haben wir uns nicht alle ansehen können, da wir auch einfach nicht die Zeit hatten (wir wollten uns ja schließlich auch noch Birkenau anschauen und am Abend wollten wir dann noch zu einem Chopin Konzert), aber die Ausstellungen, die wir gesehen haben, gaben uns wirklich genug Eindruck von dem, was dort passiert ist. In einem der Räume hatten sie sogar das Haar von toten Frauen ausgestellt, welches die Nazis sogar noch benutzt haben, nachdem die Frauen tot waren - einfach furchtbar. Es gab zwei Momente, in denen ich wirklich sehr geschockt und auch kurz vor den Tränen war. Einer von diesen Momenten war, als wir vor der Mauer standen, an der die Nazis all die unschuldigen Menschen erschossen haben und der andere war, als wir in ein Gebäude gegangen sind, an der Wand hingen überall Bilder von den Gefangenen und ihren Lebensdaten. Viele von ihnen waren noch sehr jung, ja fast noch Kinder. Ich war wirklich froh darüber, dass ich Felix bei mir hatte, wir haben viel über alles geredet und scheinbar konnte er jedenfalls ein wenig nachfühlen, was ich empfunden habe.
Es gab einen Shuttle-Bus Service zwischen den beiden Camps - Auschwitz und Birkenau - und nach ein paar Stunden in Auschwitz sind wir dann auch noch nach Birkenau gefahren. Wo Auschwitz an sich eher wie ein Museum aufgebaut ist, mit Ausstellungen, ist Birkenau einfach nur das Gelände mit den Gebäuden und Ruinen, wie es zu der Zeit wohl ausgesehen hat. Obwohl Birkenau sicher auch sehr beeindruckend war, war es für mich doch nicht so bewegend wie Auschwitz es war - und wenn ich ehrlich bin, kann ich eigentlich gar keinen Grund dafür nennen. In Birkenau habe ich mit Felix über einige meiner Gedanken geredet: Sind wir Deutschen immer noch mehr schuldig als andere? Sollte ich mich als Deutsche mehr schuldig fühlen? Wir haben eine ganze Weile über solche Dinge geredet und eigentlich weiß ich auch, dass es weder meine Schuld ist noch die eines anderen Deutschen/Menschen, aber man muß es wirklich gesehen haben und gefühlt haben…vielleicht versteht ihr dann auch, wie ich mich gefühlt habe.
Abends hat Felix mich dann noch auf ein Chopin Konzert mitgenommen (oder besser gesagt, er hat mich überredet, mitzugehen). Naja, jeder, der mich kennt weiß, dass es normalerweise zwei Dinge gibt, die überhaupt nicht zusammen passen - ich und klassische Konzerte :P. Aber ich bin mir eigentlich auch ziemlich sicher, dass niemand so recht einen Grund dafür kennt und spätestens seit nach dem Konzert würde ich mich auf jeden Fall auch dazu zählen (warum habe ich das nicht schon viel früher mal gemacht??). Es war wirklich total super und ich habe es sehr genossen! Natürlich war ich auch auf so etwas vorbereitet, indem ich meine guten Klamotten mit hatte. Die habe ich dann den ganzen Tag im Rucksack mit mir rumgeschleppt, um mich dann kurz vor dem Konzert auf der Toilette umzuziehen…und aus der Toilette erschien ein schöne junge Frau (naja, vielleicht nicht ganz, vermutlich nicht mal ein bißchen…) und wofür das Ganze?? Um dann kurze Zeit später herauszufinden, dass ich so ziemlich die einzige war, die meinte, sich besser kleiden zu müssen
! Ich habe nicht wirklich ne Ahnung, was ich über das Konzert schreiben soll, ich bin ja nicht bewandert in so etwas…deshalb sage ich einfach nur, dass es sehr schön war und ich es wirklich genossen habe! Und nur noch eine Sache, um euch ein wenig neidisch zu machen und um euch die polnischen Preise ein wenig besser zu verdeutlichen…: Nach dem Konzert sind wir dann noch Essen gegangen. Das Restaurant war auf dem Marktplatz, mitten in der Stadt und somit auch sicher nicht das billigste. Wir hatten beide ein großes Bier, beide hatten eine Vorspeise, ein riesen Hauptgericht (was wir beide nicht geschafft haben) und ein Eis und…hatten wir noch irgendwas?? Naja, wie auch immer, bezahlen sollten wir umgerechnet 15€ für uns beide zusammen
! Und für all die Raucher unter euch…eine Schachtel Zigaretten kostet etwa 1,50-2€
!
Wir hatten wirklich noch einen weiteren Ausflug für den nächsten Tag (Mittwoch) geplant, aber da wir uns irgendwie nicht wirklich auf ein Ziel einigen konnten und der Himmel zeitweise sehr sehr dunkel war, sind wir dann leider doch nicht gefahren
. Das war wirklich echt schade…es gibt so viel sehen in der näheren Umgebung von Krakau, aber irgendwie hätten wir einfach mehr Zeit gebraucht. Also lag endlich mal wieder ein Tag in Ktaukaus Altstadt vor uns
. Obwohl es vielleicht eine Schande war, unseren letzten Tag so zu verbringen, war es doch nicht die schlechteste Wahl…es gab uns die Möglichkeit, uns von Krakau zu verabschieden. Ich weiß, das hört sich jetzt vielleicht ein bißchen übertrieben an, aber wir fühlten uns wirklich schon ein bißchen wie zu Hause und wir haben uns versprochen, irgendwann wieder hinzufahren.
Also kauften wir unsere Zugfahrkarten zum Flughafen für den nächsten Tag…die Verbindung ist wirklich super, auf jeden Fall verglichen mit der in Dublin oder auch in anderen Städten. Wir mussten einen Zug um kurz nach halb neun morgens, da Felix sein Flugzeug schon um 11.15Uhr abflog. Naja, leider kam der erste Zug nicht
… aber naja, wir nahmen halt einfach den nächsten, der dann schon um 9Uhr kam und wir waren immer noch relativ gut in der Zeit. Hm, bis zu dem Morgen war ich auch relativ stark…ich habe mir einfach immer wieder gesagt: “Keine Panik, du wirst ihn ja bald schon wiedersehen!” Jaja, die die mich kennen, werden wissen, was jetzt kommt
…ich konnte die Tränen natürlich nicht zurückhalten und zu der Zeit, als wir den Flughafen erreichten…ach naja, warum sollte ich ausführlicher darüber schreiben, die die mich kennen, werden ja eh wissen, was los war! Ich hoffe, ihr verzeiht mir, wenn ich den Tag am Flughafen stark kürze, denn es war einfach nur ein furchtbarer Tag für mich! Mir brannten die Augen und ich hatte Kopfschmerzen von all den Tränen und ich sollte immer noch 11 lange Stunden hinter mich bringen, bevor ich überhaupt mal einchecken durfte. Felix war so nett und hat mir den Rest seines polnischen Geldes da gelassen, was so viel heißt wie: Ich hatte ganze 10 Zlotys für die 11 Stunden und der Kaffee, den ich so dringend nötig hatte, kostete schon 7 Zlotys
! Wie auch immer, ihr könnt euch sicher vorstellen, wie froh ich dann am Ende war (obwohl ich schon wieder mal allein war), pünktlich in Hamburg angekommen zu sein.
Es gibt nun eigentlich nicht viel mehr hinzuzufügen, außer dass Polen wunderschön war und die Leute, die wir dort getroffen haben, waren so furchtbar lieb - wir hatten so eine tolle Zeit dort und ich hoffe wirklich, dass wir vielleicht recht bald mal wieder dorthin fahren werden?! Ich hoffe, dass die Fotos, die wir gemacht haben, vielen von euch einen Eindruck davon geben können, wie schön und großartig Polen und Krakau waren und ich kann euch nur einen Rat geben: Fahrt ihn und seht selbst
! Ich weiß, dass die beiden Urlaubseinträge sehr lang geraten sind, aber ich hoffe, dass die meisten trotzdem nicht davor zurückgeschreckt sind, sie zu lesen. Ich denke, die die sich nicht von der Länge haben abschrecken lassen und sich duch ‘unseren Urlaub’ gekämpft haben sind nicht enttäuscht worden!?
Also gut ihr Lieben, ich werde versuchen recht bald wieder zu schreiben obwohl ich für einige Zeit kein Internet haben werde. Morgen Abend werde ich wieder in Freiburg sein und werde für eine Woche da sein, bevor ich dann wieder für eine Woche nach Dublin fahre, um alle Freunde, die noch dort sind, zu besuchen. Leider werde ich Internet und Telefon erst danch kriegen. Also für alle, die meine Adresse noch nicht kennen, aber trotzdem drauf brennt, mir einen Brief zu schreiben: Ich werde sie euch bald zukommen lassen
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Bis dahin passt auf euch auf und fühlt euch umarmt,
eure Steffi
PS: Eine Sache möchte ich doch noch schnell sagen: Obwohl Felix und ich zeitweise einige Problemchen miteinander hatten oder Felix hatte sie mit mir oder hatte ich sie mit ihm?? Egal, all das ist einfach total unwichtig für mich!! Also, mein Fips, ich möchte dir gerne eines sagen: Vielen vielen Dank für die wunderschöne Zeit!!

