Freiburg: eine neue Wohnung und tolle Ferien
Jetzt bin ich also wieder zurück von meinem einwöchigen Freiburg-Trip und es gibt, wie im vorigen Eintrag versprochen, wirklich viel zu erzählen! Irgendwie bin ich es wohl nicht mehr gewohnt, in so kurzer Zeit so viel zu erleben…und das Resultat ist, dass ich keine Ahnung habe, womit ich nun anfangen soll
! Ich hoffe bloß, dass dieser Eintrag nicht in einem großen Chaos enden wird…
Okay dokay, also eins nach dem anderen. Wir sind am Samstag morgen (oder besser gesagt nachts) um 3 Uhr von zu Hause losgefahren und sind so gegen Mittag in Freiburg angekommen. Von meiner besten Freundin Christine wurden wir mit einem leckeren ‘Frühstück’ empfangen, welches wir auch ausgiebig genossen haben. Wie auch immer, irgendwann hieß es dann ab an die Arbeit - wir schlugen uns also gemeinsam durch die Anzeigen in den Zeitungen, um ein neues Heim für mich zu finden. Ich hatte wirklich etwas Angst, dass ich nichts passendes für mich finden würde in dieser Woche, die wir zur Verfügung hatten. Naja, wir fanden einige interessante Angebote und ich machte mich daran, die Leute anzurufen (wie ich das hasse…). Und ob ihr es nun glaubt oder nicht, ich war sogar mehr oder weniger erfolgreich, konnte zwei Besichtigungen für den Tag arrangieren. Die erste sollte um 15 Uhr stattfinden und ich war gespannt wie ein Flitzebogen. Die Anzeige hörte sich auf jeden Fall schonmal fast perfekt an: die Wohnung ist günstig, das Zimmer ‘riesig’, es ist dicht am Stadtzentrum und somit auch an der Uni und auch noch nahe Christines Wohnung!
Also machten wir drei (mein Bruder, Christine und ich) uns auf, um uns zur verabredeten Zeit mit einer sehr netten, älteren Frau zu treffen. Eigentlich war ich fast sofort davon überzeugt, dass dieses Zimmer das richtige für mich sein würde, aber trotzdem fragte ich die Vermieterin nach etwas Bedenkzeit. Nachdem sie dem zugestimmt hatte, machten wir drei uns also wieder auf den Heimweg und führten eine recht heiße Diskussion über unsere verschiedenen Meinungen und Ansichten. In einem Punkt waren wir uns allerdings alle ziemlich einig, nämlich dass diese Wohnung ein sehr gutes neues Heim für mich sein würde. Nachdem ich die ganze Sache kurz mit meinen Eltern durchgesprochen hatte, rief ich dann auch umgehend wieder bei den Vermietern an und ließ sie wissen, dass ich das Zimmer gerne haben würde. Und dieses ältere Ehepaar nahm mich dann auch, yeah
! Naja, das war also die Geschichte meiner Wohnungssuche in Freiburg und wie ich diese gleich am ersten Tag erfolgreich abschließen konnte. Und ehrlich gesagt konnte ich überhaupt nicht mehr verstehen, warum ich anfangs solche Panik hatte
!
Wie auch immer, ich weiß nicht, ob das einfach nur Glück oder Schicksal war oder ob ich Gott dafür danken sollte, aber es war sicherlich eine schwere Last, die mit diesem Erfolg von mir abfiel. Für diesen Moment soll es gar nicht so wichtig sein, wem oder was ich zu danken habe. Tatsache ist, dass ich mich von da an entspannen konnte, um meine Ferien, die ja gerade erst begonnen hatten, einfach zu genießen.
Was habe ich also den Rest der Woche so gemacht? In einer sehr kurzen Zusammenfassung: ich hatte sehr viel Spaß
! An dem ersten Abend (Samstag) trafen wir uns mit Christine und ihrem Freund bei Feierlings (die beste Brauerei Freiburgs), um ein bißchen Doppelkopf zu zocken, uns das leckere Bier schmecken zu lassen und zu quatschen, was das Zeug hält (wir hatten ja doch einiges nachzuholen). Es war so schön, sie endlich wiederzusehen und außerdem war es ja auch mal an der Zeit, Andreas kennenzulernen
! So gegen Mitternacht war ich dann allerdings so hundemüde (ich war ja immerhin auch schon 22 Stunden am Stück auf den Beinen), dass ich gleich dort auf dem Stuhl, auf dem ich saß, hätte einschlafen können!
Für den Sonntag hatten wir uns für ein paar Runden Billard entschieden. Naja, das war scheinbar nicht doe glorreichste Idee…Ich weiß, dass ich nicht der beste Billardspieler bin, aber ich wusste noch nicht, dass ich so schlecht bin
! Wir spielten zwar in allen möglichen verschiedenen Kombinationen, aber selbst das half nicht viel…Im Endeffekt habe ich, glaube ich, ein Spiel von sechs gewonnen!
Am nächsten Tag waren Thiesy und ich mutig genug, um uns in die Staft zu trauen. Für einige Zeit hatten wir auch tatsächlich Glück, aber dann, urplötzlich, öffnete sich der Himmel und der Regen ergoß sich in Strömen über uns, nach nur wenigen Minuten waren wir triefend naß. Naja, wir wurden sogar noch mutiger (oder dümmer?!
): Wir entschlossen uns, nichtsdestotrotz eine andere Brauerei aufzusuchen. Also saßen wir zwei da, pitschenaß und schlürften unser Bier als ob es Glühwein gewesen wäre :P! Naja, nach einiger Zeit dämmerte es uns dann doch, dass es vielleicht das beste sei, nach Hause zu gehen. Wir verbrachten dann auch den Rest des Abends zu Hause (in einer gemieteten Ferienwohnung), relaxten und lasen.
Irgendwie glaube ich, dass es gar nicht nötig ist, die komplette Woche in so kleine Teilchen zu zerstückeln und über jeden Tag im einzelnen zu reden. Denn eigentlich, im Nachhinein gesehen, haben wir gar nicht so viel gemacht. Wie auch immer, genau das war es, was ich so dringend brauchte. Wir haben uns jeden Abend mit einigen Freunden getroffen, um was Nettes zu unternehmen und die restliche Zeit war doch eher ruhig: wir verbrachten unsere Zeit mit Lesen oder damit, durch den wunderschönen Schwarzwald zu fahren, hier und dort mal anzuhalten und rumzulaufen und durch die Stadt zu schlendern. Die letzten drei verbleibenden Abende verbrachten wir mit Bowling, Karten spielen und dem Versuch, uns im Biergarten zu betrinken
! Vielleicht könnt ihr euch nun vorstellen, wie viel Spaß ich hatte!
Thiesy und ich beschlossen, Freiburg schon am Freitag, und nicht wie geplant am Sonntag, wieder zu verlassen. Nachdem ich nun vom Erfolg verfolgt gewesen war und gleich am ersten Tag eine Wohnung hatte, kehrten wir dem schönen Freiburg also schon Freitag nachmittag den Rücken. Normalerweise versuchen wir es immer zu vermeiden so spät zu fahren, denn man ist ganz schnell mal 11-12 Stunden auf der Autobahn, anstelle von 7-8 Stunden, die man im Normalfall ganz gut schaffen kann. Nachmittags sind die deutschen Autobahnen häufig brechend voll. Dieses Mal blieb uns allerdings nichts anderes übrig, denn Christine hatte an diesem Tag ihr schriftliches Staatsexamen in Geschichte bis 12.30 Uhr. Und ich denke es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass wir beide es ganz gerne hatten, dass ich da war. Ich nahm sie also in Empfang, nachdem sie diese Hürde hinter sich gebracht hatte und ich möchte ihr an dieser Stelle auch nochmal gratulieren. Sie kennt zwar das Resultat noch nicht, hat aber ein ganz gutes Gefühl und ich bin mir sicher, dass sie großartig war. Also möchte ich ihr gerne sagen, dass ich sehr sehr stolz auf sie bin! Hoffentlich hat sie ganz tolle Ferien mit ihrem Andreas beim Paddeln in Südfrankreich. Du hast es dir eindeutig verdient und ich drücke euch die Daumen, dass ihr nicht allzu oft naß geworden seid (sowohl von oben als von unten
)! Naja, das war also der Grund, warum wir Freiburg am Freitag so spät verlassen haben. Und klar wie Kloßbrühe, wir brauchten natürlich auch gleich 11 Stunden bis wir zu Hause waren. Es war doch eine sehr anstrengende Fahrt und wir waren beide froh, als wir dann endlich daheim waren!
Den restlichen Eintrag fasse ich einfach mal etwas zusammen. Es kommt mir schon ein bißchen komisch vor, dass gerade dieser Freiburg-Aufenthalt, vor dem ich anfangs etwas Bammel hatte, im Nachhinein gesehen einen solchen Einfluß auf mich und mein Leben in Deutschland ausübt. Vielleicht war es sogar gerade das, was mir solche Angst bereitete, das Ergebnis dieses Aufenthaltes, seine Bedeutung für mein weiteres Leben/die kommenden Monate, was diesen Trip nun so wichtig für mich macht. Der Urlaub an sich war einfach nur großartig. Diese perfekte Mischung aus Erholung und Unternehmungen tat mir so gut. Ich glaube, seitdem ich zurück in Deutschland bin, war ich nie so relaxt und zufrieden. Auf der anderen Seite war es natürlich auch wahnsinnig hilfreich, endlich wieder eine Perspektive in meinem Leben zu haben, was ich hier in Deutschland zu tun habe. Meine Freunde kennen mich glücklicherweise immer noch und sie vertrauen mir und zählen auf mich, meine neue Wohnung ist einfach toll und die Uni…naja, man wird sehen
! Natürlich vermisse ich meine Freunde aus Dublin schon immer noch sehr und manchmal werde ich richtig melancholisch, wenn ich an sie und das Leben dort denke. Aber ich bekomme das Gefühl, dass ich es so langsam wagen kann, an Dublin zu denken, ohne gleich von Trauer und Tränen überfallen zu werden. Die Zeit, die ich dort verbringen durfte war wahnsinnig toll, aber ich weiß jetzt, dass mir das keiner nehmen kann, es wird immer ein Teil von mir sein, egal wo ich sein werde! Und all das lässt mich nun doch sehr viel optimistischer in die Zukunft blicken als ich es noch vor einiger Zeit für möglich gehalten hätte.
Okay, zum Schluß möchte ich noch allen, die diesen Eintrag gelesen haben sagen, dass ihr immer in Freiburg willkommen seid. Dank Ildico werde ich vermutlich auch bald stolzer ‘Besitzer’ eines Doppelbetts sein und ansonsten werden sich auch andere Lösungen finden lassen
!
Ich denke, ich habe hiermit mein Versprechen gehalten und ich hoffe auch, dass euch dieser Eintrag gefallen hat und ihr etwas Spaß beim Lesen hattet?! Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Zeit finden werde, einen neuen Eintrag zu schreiben, bevor es für mich ab in den Urlaub geht. Ich düse am kommenden Samstag nämlich schon los und werde auch für fast zwei Wochen unterwegs sein. Wie auch immer, in der Zwischenzeit, in der ich nicht da sein werde… es gibt massig neue Fotos in der Gallery und ich verspreche (mal wieder), dass sie es wert sind, angeschaut zu werden
! Ich hoffe, dass ich auch aus dem nächsten Urlaub mit vielen tollen Stories und noch mehr schönen Fotos zurückkehren werde!
Bis dahin schicke ich euch allen allerdings erstmal eine feste Umarmung, passt auf euch auf und habt einfach eine tolle Zeit wo auch immer ihr euch gerade aufhaltet!
Kuß und Umarmung,
eure Steffi

